Freitag, 12. September 2014

Wetter 13.09.2014: Gewitter und Dauerregen

Von Norden her kann sich ein zweiter Kaltluftkern absetzen und wandert in südlicher Richtung über die nördlichen Landesteile. Gleichzeitig verschiebt sich der Warmsektor weiter Richtung Westen. Dadurch erhöht sich der Temperaturgradient und es kann neue Energie für Gewitter aufgebaut werden, die vor allem in östlichen Landesteilen entstehen können.
Dazu existiert eine Gefahr für Dauerregen entlang der Warmfront, der vor allem vor und an der Ostseeküste die größten Mengen bringen wird. Besonders mit eingebetteten Gewitterzellen können durchaus lokal die 50 L/m² in 12 Stunden überschritten werden.


Verifikation

     Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.          Gesamtzahl an Blitzen in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.

Nahezu wie prognostiziert, jedoch ganz leicht nach Ost verschoben. Vielfach wurden die 50 L/m² überschritten, lokal, vor allem an der Küste, fielen auch über 80 L/m² in 24 Stunden. Gewitter blieben dagegen bis zum nächsten Morgen fast vollständig aus.

Donnerstag, 11. September 2014

Wetter 12.09.2014: Dauerregen

Dauerregen von Dresden bis Stuttgart möglich, mit den größten Mengen bis 75 L/m² in 24 Stunden im Lee-Bereich des Erzgebirges.




Update


Verifikation

     Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.          Gesamtzahl an Blitzen in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.

Die Niederschlagssummen blieben mit maximal 35 L/m² in 24 Stunden deutlich unter dem Gefahrenbereich, lediglich die Wetterstation Schmücke in Thüringen konnte 51 L/m² verzeichnen. Grund dafür sind ausgebliebene Niederschlagsgebiete im nördlichen Bereich der SLGT-Markierung.
Dagegen sind die Gewitter an der polnisch-tschechischen Grenze weiter in den Osten gezogen als angenommen, sodass selbst im äußersten Osten Deutschlands in den frühen Morgenstunden noch Gewitteraktivitäten auszumachen waren.

Mittwoch, 10. September 2014

Wetter 11.09.2014: Leichte Gewitter

Es sind Gewitter vor allem über bayrischen Landesteilen möglich:


Verifikation

     Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.          Gesamtzahl an Blitzen in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.

Wetter 10.09.2014: Leichte Gewitter



Update


Verfikation

     Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.          Gesamtzahl an Blitzen in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.

Samstag, 6. September 2014

Wetter 07.09.2014: Gewitter im Osten

Seit einigen Tagen befindet sich über der Nordsee ein ausgeprägtes Cut-Off mit einem recht kalten Kern von -26. In direkter Nachbarschaft, über der Ostsee, befindet sich daneben ein sehr flacher Randtrog, während über dem Rest Europas meist neutraler Druckgradient vorherrscht. Bewegung ist im Prognosezeitraum nahezu kaum auszumachen, wenn, dann verschieben sich sämtliche Systeme nur sehr leicht Richtung Osten.

Am Boden ist nur sehr flacher Bodendruck auszumachen. Rund um das Einflussgebiet des Cut-Offs und seinem korrespondierenden Tief Bigi entwickeln sich mehrere kleinere Randtiefs, von denen eines am Nachmittag über dem Osten Deutschlands lokalisiert sein wird.
Durch Bigi wird von West hereinziehend eine Kaltfront in Deutschland hereingeschoben, während über dem Nordosten Deutschlands eine kleine Warmfront des Randtiefs für erneute feucht-warme, labile Luftmasse sorgt.


   Bodendruck- und 500 hPa-Karten für 14, 17 und 20 Uhr mit Kaltluftkern über der Nordsee.

Im Westen macht sich bereits zunehmend die Kaltfront bemerkbar, sodass die Temperaturen meist um die 20 Grad bleiben. Dagegen kann im Osten nochmal bis zu 29 Grad erreicht werden.

Die Taupunkte steigen im Tagesverlauf erneut auf bis zu 20 Grad in der Mitte und dem Osten, die für ausreichend Instabilität sorgen sollten.


 Temperatur um 16 Uhr.                                           Taupunkte um 19 Uhr.

Entsprechend stark steigen die CAPE-Werte, WRF-NMM präsentiert bis zu 1.500 J/kg, während WRF-ARW mit bis zu 1.000 J/kg.


Pot. Energie und Lifted Index um 17 Uhr von WRF-NMM.         Pot. Energie und Windvektor um 17 Uhr von WRF-ARW. 

Der Wassergehalt wird bei bis zu 11 g/kg und ausfällbares Wasser bei 30 bis 35 mm liegen. Lapse Rates sind vor der Kaltfront um die 6,5 bis 7 Grad/km. Die Wolkenobergrenze steigt auf bis zu -50 Grad, womit sie etwa 11.000 bis 12.000 m Höhe erreichen sollte. Die Wolkenuntergrenze wird etwa bei 1.000 bis 1.200 m liegen.

Bodenwinde liegen meist bei 2 bis 4 m/s, im Bereich instabilster Luftmassen können diese auch die 8 m/s überschreiten.
0-6 km Scherwinde steigen sehr langsam an und können im Randbereich zwischen 10 und 15 m/s erreichen. Die Überschneidung wird vermutlich nicht sehr ideal sein.
0-3 km Helizität ist meist bei 50 m²/s², nur sehr lokal sind 100 m²/s² möglich.

Unter diesen Bedingungen sind Superzellen eher unwahrscheinlich, weswegen der Superzellenparameter kaum anschlägt.


  Bodenwinde mit Windvektor um 20 Uhr.                         0-6 km Scherung um 19 Uhr.          

                      0-3 km Helizität um 20 Uhr.               Superzellenp. mit Niederschlagsreflektivität um 20 Uhr.

Aufgrund der Tatsache, dass die Lage am Samstag schwerer ausfiel als zunächst angenommen und die Situation mehr oder weniger dieselbe bleiben wird (nur weiter in den Osten verschoben), scheint ein Eintrag nötig.

Von schweren organisierten Zellen ist nicht auszugehen, aber es ist genug Energie da, um für ordentliche Gewitter mit großer Blitzintensität zu sorgen, die in einer Umgebung mit sehr viel Wasser in der Luft aufgehen. Da in der Höhe nur sehr geringe Winde vorhanden sind und überhaupt nur wenig Bewegung in der Großwetterlage auszumachen ist, handelt es sich um sehr langsam ziehende, pulsierende Gewitter, die dadurch erhebliche Summen Niederschlag bringen können.


  Gesamtniederschlag in 42 Stunden bis 8 Uhr in WRF-NMM.            Gesamtniederschlag in 42 Stunden bis 8 Uhr in WRF. 

Update


Verifikation

     Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.          Gesamtzahl an Blitzen in 24 Stunden bis 07:50 Uhr.

Es gab einige Gewitter, die lokal über 50 L/m² brachten. Zwar blieben sie insgesamt hinter der Intensität am Vortag zurück, aber waren im erwarteten Prognosebereich.

Montag, 25. August 2014

Wetter 26.08.2014: Dauerregen & Gewitter

Der Langwellentrog mit Kern über Skandinavien verliert zunehmend an Einfluss über Deutschland und wird durch den Höhenrücken westlich der britischen Inseln in den Osten abgedrängt. Das Ex-Cut-Off wird bis zum Ende des Prognosezeitraums vollständig als Kurzwelle integriert und schwächt sich zunehmend ab. Seine Ausläufer sind bis Donnerstag Morgen etwa auf Höhe Baden-Württembergs herangezogen.

Die Situation am Boden gestaltet sich als weitaus komplexer. Tief Yasmin residiert über den britischen Inseln und wird sich langsam auffüllen, während an seiner Ostflanke entlang des Frontensystems und unter starker Warmluftadvektion mehrere Randtiefs entstehen und über die Mitte Deutschlands hinwegziehen. 
Das erste Randtief wird sich im Laufe des morgigen Nachmittags vom Kerntief abkapseln, das zweite in der Nacht zum Mittwoch.
Gleichzeitig wird unterhalb des Höhenrückens ein Hochdrucksystem weiter intensiviert, dass sich zunehmend in südlicher Richtung ausdehnt und das Tief Yasmin nach Westen hin abdrängt. Dazu kommt aus südlicher Richtung Hochdruck, dass den Platz des sich abschwächenden Tiefs einnimmt.


   Bodendruck- und 500 hPa-Karten für 14, 17 und 20 Uhr mit Kaltluftkern über Skandinavien.

Der Wind wird im Tagesverlauf eine zunehmend geringere Rolle spielen, da der Druckgradient zunächst abnimmt. Nur die sich abkapselnden Randtiefs verschärfen die Lage kurzzeitig, können jedoch kein allzu starkes Windprofil aufbauen.

Unter feucht-warmer Luftmasse mit ausfällbarem Wassergehalt von 25 bis 30 mm wird es weiterhin längere Phasen anhaltendem Niederschlag kommen, allerdings wieder zunehmend mit Lücken gekennzeichnet. Trotzdem können vor allem in Staulagen immer noch 20 bis 25 und mehr L/m² möglich sein, verbreitet bleibt es aber wohl bei um die 10 bis 15 L/m².

Über Baden-Württemberg und Bayern baut sich zum Mittag/frühen Nachmittag zudem ein Potential für Gewitter auf, dass mit bis zu 750 J/kg CAPE sowie 25 bis 30 m/s 0-6 km Scherwinde und etwas 0-3 km Helizität von 100 bis 150 m²/s² gestützt würde. Unterhalb der oben genannten Wasser-Werte könnten mit einigen Zellen durchaus lokale Starkregenschauer drin sein, die das Risiko für Überschwemmungen steigern.
Gekoppelt dazu existiert ein Risiko für Tornados entlang der Alpen, wo 0-1 km Scherwinde bei um die 15 m/s, 0-1 km Helizität bei 150 bis 200 m²/s² und Wolkenuntergrenzen bei 500 bis 700 m vorliegen.

  Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 8 Uhr in WRF-NMM.            Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 8 Uhr in WRF. 

  Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 8 Uhr in WRF-ARW.          Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 8 Uhr in GFS.           

Update


Wetter 25.08.2014: Dauerregen und Wind

Dies ist eine Kurzfristprognose!

Der Langwellentrog, der uns die vergangenen Tage berschäftigt und mehrere Kurzwellen über die nördliche Hälfte Deutschlands gleiten ließ, wird nun zunehmend durch einen Höhenrücken verdrängt, der über dem nördlichen Atlantik entsteht und nach Osten gleitet. An der Südflanke des Höhenrückens ist jedoch ein Cut-Off lokalisiert, dass ebenfalls nach Osten abgedrängt wird und sich im Verlauf der kommenden Stunden an den Langwellentrog angliedern und eine Transformation zur Kurzwelle abschließen wird.

Am Boden befindet sich unterhalb des Cut-Offs das Tief Yasmin, welches an seiner kurzen Vorderseite eine sich intensivierende Warmfront besitzt, die bereits heute am späten Abend auf westliche/südliche Teile Deutschlands übergreifen wird. Bis zum Dienstag wird sich dann, da sich unterhalb des Höhenrückens ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet zwischen Schottland und Island ausbildet, an dessen Ostflanke polare Kaltluft zyklonal nach Zentraleuropa geweht wird, eine Zweiteilung über der Mitte Deutschlands einstellen. In der Nordhälfte ist dabei die kalte, stabile Luftmasse lokalisiert, während in der Südhälfte warme, zum Teil instabile Luft residiert.



   Bodendruck- und 500 hPa-Karten für 23, 02 und 05 Uhr mit Kaltluftkern über der Nordsee.

Aufgrund des hohen Druckgradienten werden die Winde wieder stark zunehmen. Das betrifft vor allem südwestliche Landesteile, über die in der Nacht von Montag auf Dienstag und speziell Dienstag Morgen der größte Druckgradient hinwegziehen wird und die Durchschnittswindgeschwindigkeit auf 30 bis 40 km/h ansteigen werden. An Gebirgszügen können auch stürmische Werte über 60 km/h erreicht werden. Böen können lokal zum Teil die 70, vielleicht sogar 80 km/h übersteigen, bleiben aber meist knapp unter dem stürmischen Niveau.


  Bodenwinde um 8 Uhr in WRF-NMM.                  Bodenwinde um 8 Uhr in WRF-ARW.  


Böen um 8 Uhr in WRF-NMM.                            Böen um 8 Uhr in WRF-ARW.  

Dagegen wird es im Zuge sehr feucht einfließender Warmluft mit ausfällbarem Wassergehalt von 30 bis 35 mm zu langanhaltendem Dauerregen kommen, von denen vor allem zunächst westliche Landesteile betroffen sein werden. Dabei sind durchaus Mengen von 20 bis 25 L/m² in 12 Stunden drin, lokal auch bis zu 30 L/m².
Die Mengen erscheinen zunächst nicht von allzu großer Bedeutung, allerdings existiert eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit von 36 bis 48 Stunden anhaltendem Dauerregen, bei denen die 12-Stunden-Summen vergleichbar mit denen in diesem Prognosezeitraums sind. Entsprechend existiert eine hohe Gefahr von lokalen Überschwemmungen. Hierzu aber in der kommenden Prognose am heutigen Abend mehr.

  Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 8 Uhr in WRF-NMM.            Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 8 Uhr in WRF. 

  Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 8 Uhr in WRF-ARW.          Gesamtniederschlag in 24 Stunden bis 8 Uhr in GFS.           

Update